Dieser Blog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.

Mittwoch, Juli 15, 2009

Ferienanfang




Im Minutentakt
steigen sie auf
zwischen den Vögeln,
zwischen den Wolken,
heraus aus dem Horizont.

Wir,
verwurzelt
mit Sträuchern und Bäumen,
fliegen ihnen nach
mit unseren Blicken.

(c) Annette Gonserowski

Dienstag, Juli 14, 2009

La Jonguera, la Frontera


Der alte Olivenbaum an der spanischen Grenze
Vor den Pyrennäen
verfing sich der Meerwind,
zurrte an den Blättern
der alten Olive,
fuhr durch Haare und Kleidung,
trieb uns
über die Grenze.

(c) Annette Gonserowski

Montag, Juli 13, 2009

Abschied von Inge


heutiger Sonnenuntergang


Heute erfuhr ich, dass Inge, mit der ich eine Woche das Zimmer im Lüdenscheider Krankenhaus teilte, verstorben ist. Ich bin traurig. Ich möchte die zwei Gedichte, die ich während dieser Zeit schrieb, als Erinnerung an einen liebenswerten, tapferen Menschen veröffentlichen:

Noch einmal
die Welt herein holen,
die vergangene
vor unserem Fenster:
die tiefblauen Nächte,
die Sternschnuppen
und jeden unserer Wünsche.

Noch einmal
die Welt hervorholen,
die vergangene
in unserem Herzen:
die Menschen,
die Schemen,
das Licht,
flirrende Schatten
und endlich,was blieb:
die Sehnsucht.

(c) Annette Gonserowski


für I.St.

In diesem Zimmer
bleiben,
als ob die Welt dann
draussen bliebe:
der Tod
jenseits des Flures,
der Schmerz,
die Angst.

In diesem Zimmer bleiben,
diesseits des Flures,
und bitten
beim Eintritt eines Jeden,
dass er Nachricht bringe,
gute,
aus der Hoffnung.

(c) Annette Gonserowski

Sonntag, Juli 12, 2009

Abschied


Schattenspiel
Dalassen
die liebe Palme,
ich umarme sie zum Abschied,
den Duft des Jasmins,
er ist ja in mir,
die filigrane Spiegelung der Sonne,
sie leuchtet in Deinen Augen,
die Hitze des Südens
auf meiner Haut.

(c) Annette Gonserowski

Samstag, Juli 11, 2009

Aktmalkurs


Beim Blick in den Spiegel
sah ich mich morgens
schonungslos,
offen
und nackt,
sah die Hülle,
die Verletzliches schützt,
sah das Herz
unter dem Heben
und Senken der Brust,
wie es wild und erschrocken schlug,
sah den Schoß,
der noch schlummerte
hinein in den Tag,
sah meine Augen,
die noch träumten von Dir,
sah sie erwachen.

(c) Annette Gonserowski

Heute war ich im Kurs "figürliches Zeichnen" in der Malschule meiner Freundin Claudia Ackermann. (siehe: http://malschule-palette.blogspot.com/)
Es war spannend, nach einem *lebenden* Model zu malen.

U.a. entstand dabei meine Skizze.

Freitag, Juli 10, 2009

Suche


Soviele Bücher
gelesen,
so viele Zeilen
durchstöbert
nach diesem neuen Wort.
Ich fand viele bekannte
und fand
viele gleiche.
Doch heute,
es erwachte der Morgen,
da fand ich ein neues:
es erzählte von Dir.

(c) Annette Gonserowski

Mittwoch, Juli 08, 2009

Im Hotel


An den Nebentischen
meist Ältere,
auf der Reise
der Jugend zuvor.

Sie schauen
ins Leere,
mustern mich
schweigend.

Auch ich
schaue,
schweigend,
greife zum Stift.

(c) Annette Gonserowski

Dienstag, Juli 07, 2009

Im Jalón-Tal


Im Jalón Tal

In der Bodega
am Tisch neben uns
die englische Sprache.

Nach all diesen Jahren,
die Haare der Frauen
geföhnt zu Dianas Frisur.

Diese überlebt jede Mode,
überlebt diese Liebe,
überlebt ihren Tod.

(c) Annette Gonserowski

Samstag, Juli 04, 2009

Stille




Diese umarmende Stille:
zärtliches Streichen des Windes
durch Palmblätter,
weiße Wolkenflügel am Himmel.
Die Minuten so langsam,
fern und ferner
der Alltag.

(c) Annette Gonserowski

Donnerstag, Juli 02, 2009

Coll des Rates




Tief unten das Tal,
fern
die Stimmen,
die Autos,
das geschäftige Treiben.

Hier
nur der Wind,
leise und zärtlich
trägt er hinauf
den Glockenton.

(c) Annette Gonserowski

Mittwoch, Juli 01, 2009

Meerwind


Der Wind
brachte die Wellen
ans Ufer,
strich über das Land,
kühlte das Wasser des Pools.

Da verstummten die Stimmen.
In Ruhe und Stille
lauschte ich
von ferne
dem Branden der Gischt.

(c) Annette Gonserowski

Dienstag, Juni 30, 2009

Vaccaciones



Heute rennen die gemächlichen Stunden:
nach dem Erwachen,
dem baldigen Mittag,
verträumt die Stunde
unter Palmenrascheln,
versunken
in die Zeilen des Buches,
erinnert an Dich
im sinkenden Licht,
geträumt von Dir
in der Nacht.

(c) Annette Gonserowski

Montag, Juni 29, 2009

Bilder




Bilder, die bleiben:
die verwitterten Gesichter der Bauern,
sie bieten uns die Früchte am Straßenrand,
die ruhenden Arbeiter
unter den weitausladenden Zweigen
des Eukalypthusbaumes,
Du mir gegenüber
im Patio der kleinen Bar,
in den Gläsern perlende Lichtspiele,
das Schattenspiel des Jasmins
auf Deinem Lächeln,
zu unseren Füßen,
mit langgestreckten Pfoten,
unser kleines Glück.

(c) Annette Gonserowski

Sonntag, Juni 28, 2009

Um die Mitte




Blumen in den Dünen am Sandstrand Deveses


Um meine Mitte
jagt sich mein Ich:

das liebe, böse,
gescheite, dumme,
verstehende, hassende,
geduldige, ungeduldige,
faule, fleissige,
stille, laute,

bis in den erlösenden Schlaf.

(c) Annette Gonserowski

Samstag, Juni 27, 2009

Mein Schatten



Im Licht der Sonne
ist er mir nah,
vorne,seitlich,hinter mir,
mal groß,mal klein,
bevor er eingeht in die Nacht,
während ich weile
in eilenden Stunden,
mein Schatten.

(c) Annette Gonserowski

Donnerstag, Juni 25, 2009

Panik


für unsere kleine Gipsy

In dieser Nacht,
die dunkel war
und fremd,
in der die Enge
des Raumes
nach Dir griff
mit allen vier Wänden,
die Decke auf Dir niedersank,
kam die Panik zurück
und die Erinnerung,
an den Tag,
an dem man Dich allein ließ
und zurück
im fremden Käfig.

(c) Annette Gonserowski

Anmerkung: Auf der Reise in den Süden wurde unsere kleine Hündin panisch, als wir nachts im Hotel das Licht löschten.

Mittwoch, Juni 24, 2009

Mit den Fischen




In wogenden Wellen
die Häuser vergessen,
bunt stehen sie vor dem Orangenhain,
die Menschen vergessen
vom Strand,
den Fischer vergessen,
der seine Angel wirft
im silbernen Augenblick.
Mit den Fischen
fliehen,
aufs Meer.

(c) Annette Gonserowski

Dienstag, Juni 23, 2009

Aus maurischen Zeiten



Aus dem Jalon-Tal heraus Richtung Gata de Gorgos

An den Hängen
Terrassen
mit stützenden Mauern
aus Stein.
Verbrannte Bäume,
verlassene Finkas,
verfallene Häuser,
vergessene Namen,
vergangene Zeit.
Dazwischen
die verlässliche Erde,
rot und fruchtbar.

(c) Annette Gonserowski

Montag, Juni 22, 2009

Auf Reisen




Die Bilder
aufnehmen:
die Sonne,
die hinter dem Hügel sinkt,
die Wolke,
die sich auflöst
in meiner Pupille,
die Allee
hin zum Gut,
schon wieder aus meinem Blick.
Die Bilder
aufnehmen,
flüchtig wie ich,
auf meiner Reise.

(c) Annette Gonserowski

Samstag, Mai 23, 2009

Eine Mütze voll Leben


Eine Mütze voll Leben,
voll Wärme,
voll guter Gedanken,
voll Zeit
meines Lebens,
für Deine Zeit,
für Dein Leben.

(c) Annette Gonserowski


Ich habe mich an der Aktion " Eine Mütze voll Leben" der Vereinigung Save the Children beteiligt. Ich habe Kindermützen gestrickt.

http://www.savethechildren.de/germany/muetze/uebersicht.html

Selten habe ich soviel Freude und Glücksgefühl empfunden, wie bei dem Stricken dieser Mützchen, weil ich weiß, dass sie einem Kind helfen können, um zu überleben.

Freitag, Mai 22, 2009


Wolken über mir,
auf der Fahrt
in Nordspanien.

Wolken -
und Urlaub
und Reisen.

Wolken über mir,
auf der Fahrt
ins Büro.

Wolken -
für einen Augenblick
träumen.

(c) Annette Gonserowski

Donnerstag, Mai 21, 2009

Mit Dir




Ich möchte mit dir
durch hohes Gras
und bunte Blumen gehen.
Vielleicht
würdest du verstehen,
warum ich manchmal glücklich bin.

Ich möchte mit dir
am Bach dort unten
schweigend in die Wellen sehen.
Vielleicht
würdest du verstehen,
warum ich trotzdem glücklich bin.

Ich möchte mit dir
Hand in Hand auf einer Lichtung
sehen wie die Nebel wehen.
Vielleicht
würdest du verstehen
warum ich heute glücklich bin.

(c) Annette Gonserowski

Mittwoch, Mai 20, 2009

Metamorphose









Die Gefühle
können sein
wie eine Pusteblume:
golden und stark
in voller Blüte,
zart und verletzlich
nach der Blüte,
gefährdet,
um vom Windhauch nur
in alle Richtung verweht zu werden.
(c) Annette Gonserowski





Dienstag, Mai 19, 2009

Wege


Möchte ich
Dich begleiten
auf Deinen Pfaden
im nächtlichen Dunkel,
hinter Dir gehen
auf verschlungenem Weg?
Soll ich bleiben
auf den Wegen
durch schillerndes Helles,
die wir begingen im Licht?
Soll ich
gehen
auf neuen Straßen,
allein,
voller Erwartung?

(c) Annette Gonserowski

Sonntag, Mai 17, 2009

Herzlichen Glückwunsch


Liebe Rosalva!

Ich wünsche Dir zu Deinem Geburtstag alles erdenklich Liebe!

Deine Annette

Montag, Mai 11, 2009

Innehalten


Tau in Helgas Staudengärtchen am Morgen

für Christophe

Innehalten,
verweilen
in diesem Augenblick,
in diesem einen Gedanken,
im diesem Licht
im versprühenden Tropfen,
in dem Zerrinnen
auf unseren Lippen,
in diesem Wort,
im eilenden Leben.


(c) Annette Gonserowski

Sonntag, Mai 10, 2009

Zum Muttertag


Zum Muttertag
Laß mich vom Frühling erzählen! Von den heimgekehrten Schwalben, die hoch in den stahlblauen Himmel stoßen, um nah den weißen Wolken die Mücken zu jagen. Von den saftiggrünen Wiesen, aus denen die Blüten des Löwenzahns leuchten, den sattgelben Sumpfdotterblumen am Bach, dem Wiesenschaumkraut, das überschwenglich Besitz von den Wiesen nimmt.
Laß mich erzählen von dem Überschwang der blühenden Obstbäume hinter Deinem Haus, die Deinem Grundstück für eine Weile den Zauber filigraner Schönheit verleihen.
Laß mich erzählen von dem hellen Grün der Lärchen, den zarten Blättern der Buchen, die Akzente zwischen dunkle Tannen setzen. Erzählen von den jungen Trieben der Tannen, die über dunklen Zweigen leuchten, von den Kerzen der Kastanien, auch in diesem Jahr.
Laß mich erzählen, von den springenden Wellen des Baches, den Wasserläufern im Tümpel, dem Vergißmeinnicht an seinem Ufer.
Laß mich erzählen von blühenden Hecken am Feldrain, vom Duft der die Sinne betört.
Laß mich erzählen, von den jungen Tieren, die ihren ersten Frühling erleben: dem feingliedrigem Kitz, dem anmutigen Fohlen, dem fröhlichen Lämmchen, dem Kälbchen, das übermütig um seine Mutter springt. Laß mich erzählen von neuem Leben.
Laß mich erzählen von jubilierenden Vögeln.
Laß mich erzählen von den Blumen in Deinem Bauerngärtchen, den Stauden, die vorsichtig ihre Knospen öffnen, Tag für Tag mehr, von Tulpen, Traubenhyazinthen und Tränenden Herzen....
Laß mich erzählen vom Schmetterling..........
Laß mich erzählen von wärmenden Tagen, von sternklaren Nächten und vom Kometen, der den Sichtkreis unseres Planeten verläßt.
Laß mich erzählen vom Leben.
Doch laß mich schweigen, von der Traurigkeit. Laß mich verschweigen die Einsamkeit.
Laß mich verschweigen, wie sehr Du mir fehlst.
Laß mich schweigen....

(c) Annette Gonserowski

Diesen Text schrieb ich wenige Monate nach dem Tod meiner Mutter. Er ist heute ebenso aktuell, wie damals und darum veröffentliche ich ihn zu ihrem Gedenken in jedem Jahr neu.
Ich vermisse sie.

Freitag, Mai 08, 2009

Bedrohlich


Sich den Worten
nähern,
diesen dunklen,
bedrohlichen,
sie anschauen
aus sicherem Abstand,
Tag für Tag,
auf dass sie
den Schrecken verlieren
und vertraut werden.
Sich den Worten
nähern,
diesen endgültigen,
von Dir.

(c) Annette Gonserowski

Das Leben ist Fluß


Im Kerspebach - nahe der Quelle

In der Nähe der Quelle,
beim Licht in den Tropfen,
beim Plätschern des Wassers,
beim Springen der Wellen,
beim Schnellen des Baches,
im unaufhaltsamen Eilen der Zeit,
erwacht.


(c) Annette Gonserowski

Donnerstag, Mai 07, 2009

Lesen


Diese Worte,
die mich anspringen
aus unverdächtigem Papier,
schwarz sind sie,
auf unschuldigem Weiß,
aggressiv,
voll Widerhaken,
dringen sie über die Augen
in die Gedanken,
nehmen den Atem,
stocken das Herz,
bleiben bewußt.

(c) Annette Gonserowski

Dienstag, Mai 05, 2009

Nur wenige Schritte


Nur wenige Schritte
zwischen wiegenden Halmen
bis zum Ende der Wíese
unser gemeinsamer Weg.
Unter eilenden Wolken
im Vorwärtsschreiten
dichte Worte.
Unsere spielenden Hunde,
fröhlich und ausgelassen,
atmen Vertrauen.

(c) Annette Gonserowski

Nicht heil

Unsere Welt ist nicht heil,
nicht zwischen den wiegenden Halmen,
nicht zwischen den Bäumen mit wogenden Wipfeln,
nicht zwischen den Mauern unserer Häuser.
Dort ist der Mensch.

Der Mensch ist grausam.
Ach, wäre er wildes Tier!
Es würde töten,
um zu leben,
würde nicht quälen zur Freude.
Ich,
ohnmächtiger Mensch,
finde die grausamen Worte
voll Wut.

(c) Annette Gonserowski

geschrieben nach dem Lesen der Geschichte: Tobias Mindernickel von Thomas Mann

Video bitte unten anklicken
video

Freitag, Mai 01, 2009

Ironisch


Darüber spannt sich blau der Himmel

Heut ziehen die Nebel
in den Wäldern am Hang,
schlingen ein Band
um den Ausgang des Tals.
Heut ist die Welt heil
hinter dem perlenden Regenschleier,
heut sind die Türen geschlossen.
Kein fremdes Wort
auf des Nachbarn Terrasse,
kein Tuch im gleißenden Licht,
kein Kind lärmt fröhlich am Straßenrand,
kein fremder Küchengeruch dringt herüber.
Heut ist es still auf der Straße,
Regen schlingt ein verbindendes Band.

(c) Annette Gonserowski

Mittwoch, April 29, 2009

Wort



Du
warst das Wort,
das in mir war,
das mit mir spielte
Tag und Nacht,
warst Licht und Dunkelheit.
Du warst das Wort.
Bliebst nur ein Wort.
Bist nun Vergangenheit
und bleibst in mir,
mein Wort.


(c) Annette Gonserowski

Dienstag, April 28, 2009

Regen





Still -
lausche dem Gras,
es wächst unter dem Regen,
lausche dem,
was zwischen den Gräsern geschieht,
lausche den Worten
zwischen den Halmen,
lausche dem Regen,
der alles verbirgt.

(c) Annette Gonserowski

Samstag, April 25, 2009

Grün




Dieses Grün der Blätter,
wie es sich ausbreitet
über Hänge,in Tälern,
wie es wogt
gegen das Himmelblau,
wie es rauscht
in der Stille des Morgens,
wie es durch's Fenster dringt
in das Herz.

(c) Annette Gonserowski

Dienstag, April 21, 2009

Für Lea Sophie


nachträglich zum Geburtstag

Vergaß den Tag,
an dem das Licht erwachte,
vergaß Deinen Tag.
Im Schatten des Lichtes,
im Spiel der Blätter,
wirst Du nun Licht,
wirst Du nun Schatten,
bist Ferne,
bist Nähe,
denk ich an Dich.

(c) Annette Gonserowski

Sonntag, April 19, 2009

In diesem Moment

Bürotasse

In diesem Moment,

in dem Du schweigst,
wo Du reden solltest,
wo Du schluckst
was unverdaulich ist,
wo du die Augen und Ohren schließt,
Du ohnmächtig bist,
hoffst, dass es abprellt von Dir
und es weitergeht,

wirst Du krank.

(c) Annette Gonserowski

Freitag, April 17, 2009

Gipsys Blog

Gipsy hat einen eigenen Blog:

http://gipsys-blog.blogspot.com/

!!! Wir freuen uns über viele Besucher !!!

Mittwoch, April 15, 2009

Zwischen den Aktendeckeln

Formular durchs Guckloch des Vorsortierers

Zwischen den Aktendeckeln

soviele Blätter,

Buchstaben und Zahlen,

Worte und Daten über Menschen, Tiere und

unsere Erde,

soviel Bewahrtes

vom Leben.


(c) Annette Gonserowski

Dein Gemälde

für Christophe

Dein Gemälde,
abstrakt,
ungreifbar,
ahnungsvoll,
das Deine Visionen
spiegelt,
Licht und Schatten,
Schemen,
unbemerkt um uns herum,
es läßt Bilder erwachen,
in den Gedanken,
in unseren Augen,
vom Leben.

(c) Annette Gonserowski

Montag, April 13, 2009

Gipsy am Rhein

Gipsy geht von Bord


Am Rhein
blühende Bäume,
schlendernde Menschen
in grünenden Auen.
Auf dem Wasser
spiegelndes Licht.
Du
an dem Ufer,
Du auf dem Schiff,
Du kleiner Hund im Frühling.

(c) Annette Gonserowski

Sonntag, April 12, 2009

Frohe Ostern


Frohe Ostern
wünsche ich allen Freunden und Lesern meines Blogs.
Unsere Osterhäschen ist Gipsy.
Gipsy hat in einem Bach in eine Scherbe getreten und bekam von ihrer Tierärztin ein Schühchen verordnet.
.
Am Morgen vor Karfreitag
.
Licht in den Geschäften,
die Türen geöffnet,
die Parkplätze gefüllt,
die Verkäufer des Marktes
schreien ums Geld.
Am Stand an der Ecke
geschäftiges Treiben.
Dort verpackt man behutsam
die zerbrechlichen Eier,
Symbole des Lebens,
für's Osterfest.
.
(c) Annette Gonserowski

Freitag, April 10, 2009

Freundschaft


für Erika

Freundschaft
ist wie ein Fluß,
der manchmal
sich zur Welle bäumt,
gar überschäumt,
dann still
zwischen seinen Ufern
träumt.

(c) Annette Gonserowski

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe Erika.
Erinnerst Du Dich noch daran, als ich das Gedicht schrieb?

Donnerstag, April 09, 2009

Visionen

für Barack Obama

Wenn diese Visionen
Tat werden
und Frieden,
wenn Waffen schweigen,
wir eins werden
auf dieser einen Welt,
wenn keine Grenzen bestehen
zwischen Ländern,
Kirchen, Moscheen und Tempeln,
schwarz und weiß und rot und gelb,
wenn wir Mensch werden,
atmet ins Schweigen
die Erde.

(c) Annette Gonserowski

Dienstag, April 07, 2009

Frieden


Dieser Moment,
in dem Du Frieden denkst,
aus Deinen Augen Frieden schaut,
in dem Du Frieden sagst
und Frieden schreibst,
in dem Du Frieden zeigst
und Frieden lebst,
ist Frieden.

(c) Annette Gonserowski

Montag, April 06, 2009

Gedicht


Jedes Gedicht
ein Gedanke,
ein Moment
im Lauf der Zeit,
ein Augenblick,
ein Innehalten,
ein Bewahren
zwischen Zeilen.

(c) Annette Gonserowski

Sonntag, April 05, 2009

Landleben



Kein Bauer mehr
im Nachbarhof,
keine Kuh, kein Pferd,
kein scharrendes Huhn
im fremden Garten,
kein früher Hahnenschrei
der Ärger bringt.

Doch halt:
ein Gummihahn,
dem Hund geschenkt,
macht Ärgernis.
Da gackert man in engen Gassen
und scharrt im fremden Mist,
so dass die Gummihühner lachend quietschen.

(c) Annette Gonserowski

Sonntag, März 22, 2009

Beim Spaziergang

Fröhliche Gipsy
Hier ist ein Bericht über Gipsy und unser Kennenlernen veröffentlicht:

Frühling


Durch die Wipfel
fällt Licht
über pralle Knospen
ins Nest.
Ich sammle mit den Vögeln
das Leben
aus duftendem Boden,
singe.

(c) Annette Gonserowski